Ausbildungsziele
Die Praxis des Snoezelens, die adressatenspezifische Raumplanung und die Beobachtung der Wirkungsweise des Snoezelens stehen im Mittelpunkt der Zusatzqualifikation. Diese findet in unterschiedlich gestalteten Snoezelenräumen statt. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Ausbildung liegt in der Selbsterfahrung. Es werden von den Teilnehmern/Innen Praxiseinheiten in den Seminaren erarbeitet und in Form von Lehrproben eigenständig erprobt. Dabei ist es erforderlich, die dargebotenen Inhalte auf einen speziell ausgwählten Adressatenkreis zu übertragen. Außerdem wird im häuslichen Studium das Manuskript und die benannte Literatur erarbeitet. Die Ausbildungsreihe wird mit einer Hausarbeit und einer Praxisprüfung abgeschlossen. Für die praktische Einheit wird von den Teilnehmern ein vorgegebener Themenbereich zu Hause ausgearbeitet und mit den anderen Teilnehmer/innen des Lehrgangs oder mit dem speziell angesprochenen Adressatenkreis in einer Einrichtung durchgeführt.
Strukturierung des Lehrgangs
Die Lehrgangsreihe gliedert sich in vier jeweils 4-tägige Module. Die Prüfung findet nach Abschluss des 4. Moduls an einem mit der Lehrgangsleitung festgelegten Tag in einem Snoezelenraum statt.
Im Lehrgang wechseln sich praktische Arbeit, Demonstration, Vortrag, Gruppenarbeit und Eigenarbeit ab. Erprobungen in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung sowie Hospitationen ergänzen den Erfahrungsbereich. Die praktischen Einheiten werden in verschiedenen Snoezelenräumen vermittelt. Unter Beratung und Anleitung der Dozenten bereiten Sie den Praxistransfer für die jeweiligen Arbeitsfelder vor.
In der folgenden Tabelle erhalten Sie einen Überblick über die zeitliche Gliederung der Ausbildung.
| Theorie | 40 Stunden |
| Praxis (einschließlich 2 Stunden Hospitation) | 72 Stunden |
| Praktikum | 20 Stunden |
| häusliches Studium (einschließlich die Vorbereitung der Lehrproben) | 50 Stunden |
| Prüfung (einschließlich Hausarbeit) | 18 Stunden |
| 200 Stunden |
Die 40 Theorie-Stunden und 72 Praxis-Stunden verteilen sich auf vier zusammenhängende Modul-Blöcke von jeweils 28 Stunden. Je nach den zeitlichen Möglichkeiten der Teilnehmer/Innen können diese in der vorgegebenen Reihenfolge absolviert werden.
1. Basismodul
2. Basismodul
+ 2 Anwendungsmodule
nach freier Wahl aus dem Anwendungsmodulangebot.
Es ist möglich, den Lehrgang innerhalb von 2 Jahren abzuschließen.
Da jedes einzelne Modul für sich eine abgeschlossene Einheit bildet und sehr informativ ist, kann man sich auch nur für dieses eine Seminar anmelden, ohne die Absicht, eine Zusatzqualifikation im Snoezelen zu erwerben.
Leistungsnachweise
Insgesamt werden von den Teilnehmer/Innen 4 Leistungsnachweise verlangt:
1. Ein einwöchiges Praktikum in einer selbst gewählten Einrichtung. (20 Stunden)
Ein Praktikumsbericht muss am Ende vorgelegt werden.
2. Zwei schriftlich ausgearbeitete Lehrproben (ca. 6 Seiten pro Lehrprobe) müssen vorgelegt werden.
3. Eine praktische Prüfung von 6 Stunden (bei 3 Teilnehmer/innen in einer Gruppe) muss absolviert werden.
4. Eine schriftlich ausgearbeitete Hausarbeit (ca. 12 Seiten) zu einem mit dem Dozenten abgesprochenen Thema muss angefertigt werden.
Prüfung
Termin:
- nach Absolvierung von 4 Modulen
- nach Vereinbarung mit der Lehrgangsleitung und den verantwortlichen Dozenten
Prüfungszeit:
- insgesamt 6 Stunden an einem Tag
Prüfungsort:
- Der Prüfungsort kann in der Einrichtung, in der Sie tätig sind, oder eine Ausbildungsstätte des Kurses sein.
Organisation:
- über das Fortbildungsinstitut der Lebenshilfe in Erlangen mit der Lehrgangsleitung, Prof. Dr. Krista Mertens und Ad Verheul oder
- über das Fortbildungsnetzwerk der ISNA mit der Lehrgangsleitung, Prof. Dr. Krista Mertens und Ad Verheul
- Zwei Dozenten aus der Lehrgangsreihe nehmen die Prüfung ab.
Ablauf:
Nachdem die vier Module absolviert wurden, meldet sich der Teilnehmer/die Teilnehmerin bei dem Fortbildungsinstitut der Lebenshilfe oder dem Fortbildungsnetzwerk der ISNA zur Prüfung an. Es wird nach Absprache mit den zuständigen Dozenten und dem Prüfling ein Thema für eine Hausarbeit von maximal 12 Seiten aus dem Inhaltskatalog der Kursreihe vergeben, welches innerhalb von drei Monaten zu bearbeiten ist. Entspricht die Arbeit den Anforderungen, wird ein Termin für die Lehrprobe (Zeit pro Teilnehmer/in 60 Minuten) festgelegt. Die praktische Prüfung erfolgt in Dreiergruppen. Die Teilnehmer/innen bereiten eine auf den benannten Adressatenkreis abgestimmte Snoezelen-Einheit zu Hause schriftlich vor, wobei die drei einzelnen Sequenzen aufeinander abgestimmt werden müssen.
Der Schwerpunkt liegt auf der Formulierung der Wirkungsweisen und der Umsetzung von pädagogischen, therapeutisch-orientierten und/oder therapeutischen Zielen des Snoezelens.
Die Praxiseinheit wird mit den Teilnehmern/innen und/oder Menschen mit Behinderung praktisch umgesetzt. Die Einheiten werden von zwei Dozenten der Kursreihe abgenommen und innerhalb der Gruppe reflektiert und kritisch ausgewertet.
Die Qualifikation
Sie erhalten nach erfolgreichem Abschluss von dem Fortbildungsinstitut der Lebenshilfe oder vom Fortbildungsnetzwerk der ISNA ein ausgestelltes Zeugnis über die
„International anerkannte Zusatzqualifikation Snoezelen“.
Lehrgangsorte
Zu den Lehrgangsorten für die Erlangung der „Internationalen Zusatzqualifikation Snoezelen" der ISNA zählen:
- Fortbildungszentren in Berlin
- Heilpädagogische Praxis Ling und Huckriede in Andernach
- Landesschule für Blinde und Sehbehinderte Neuwied
- "SnoezelenOase" in Eppstein-Bremthal
- Fortbildungsinstitut der Lebenshilfe in Erlangen
- Senioren-Zentrum Vitanas in Nürnberg
- Veros Weiterbildung in Baar, Schweiz
- Zentrum De Hartenberg in Ede, Niederlande
- Videnscenter in Skanderborg Landsbyen Sølund, Dänemark
- Seoul Community Rehabilitation Center in Seoul, Südkorea
Kosten
Die Gebühr für die Absolvierung eines Modules ist beim jeweiligen Veranstalter zu erfragen. Ein Modul findet ab acht Teilnehmern statt.
Stand: 17.01.2011

